Aktuelle Rezensionen

Hansel and Gretel: Witch Hunters (Filmplakat)

Hänsel & Gretel: Hexenjäger (Originaltitel: Hansel and Gretel: Witch Hunters) ist ein US-amerikanischer Fantasy-Film von Tommy Wirkola aus dem Jahr 2013. In den Hauptrollen spielen Jeremy Renner, Gemma Arterton, Famke Janssen, Peter Stormare und Zoë Bell.

Jahre nach den Ereignissen im Pfefferkuchenhaus ist das Geschwisterpaar Hänsel und Gretel nur von einem Gedanken besessen: Rache an allen Hexen - zielsicher und gnadenlos! Berühmt für ihr besonderes Geschick beim Auffinden und Vernichten ihrer Beute, ziehen Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) als berüchtigte Hexenjäger durch die Welt. Als eines Tages die grausame Hexe Muriel (Famke Janssen) etliche Kinder entführt, um sie beim nächsten „Blutmond" zu opfern, werden die Geschwister zu Hilfe gerufen. Die beiden haben allerdings nicht mit den brutalen Machenschaften von Sheriff Berringer (Peter Stormare) gerechnet, der ganz eigene Pläne verfolgt. Und als wäre der Wald nicht schon finster genug, gerät auch noch Gretel in die Fänge der blutrünstigen Hexen und eine barbarische Jagd beginnt. Doch das rachsüchtige Geschwisterpaar kann im düsteren Märchenland so schnell keiner stoppen... Weiterlesen »

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
Eko sagte vor 11 Stunden 26 Minuten:

Hänsel & Gretel: Hexenjäger greift das Kindermärchen "Hänsel und Gretel" der Brüder Grimm in der Fassung von 1812 auf, läßt die beiden Kinder kurzerhand die kannibalische Hexe verbrennen und überspringt dann eine ungenannte Anzahl von Jahren; die Handlung wird dann weitergeführt mit dem erwachsenen Geschwisterpaar, das mittlerweile zu hauptberuflichen Hexenjägern geworden ist. Auch inhaltlich erlaubt sich der norwegische Regisseur Tommy Wirkola einige Veränderungen; so werden die beiden Kinder beispielsweise nicht ausgesetzt, weil die Eltern verhungern, sondern aus einem ganz anderen Grund, der sich erst im weiteren Filmverlauf erschließt.

Wirkola verzichtet auch auf eine Interpretation des Märchens; er spinnt die Geschichte unreflektiert weiter, um zu einem naiven Fantasy-Ausgangsmaterial zu gelangen, das das Platzieren einer möglichst großen Anzahl pyrotechnischer Effekte erlaubt. Die Drehbuchautoren Tommy Wirkola und Stig Frode Henriksen zeigen auch wenig Interesse am gesellschaftlichen Hintergrund einer Zeit, in der ein blindwütiger Lynchmob angebliche Hexen foltern und verbrennen dürfte - sie behaupten die Existenz bösartiger Hexen einfach als Tatsache. Der spezifische Charakter des ursprünglichen Märchens geht hierbei verloren und die Antipoden werden austauschbar; ebensogut könnten Hansel und Gretel auch gegen Vampire kämpfen.

Jeremy Renner und Gemma Arterton verkörpern die beinharten Kopfgeldjäger Hansel und Gretel, Peter Stormare spielt den fiesen Sheriff Berringer und Famke Janssen ist als superböse Hexe Muriel zu sehen; sie alle spielen routiniert, beleben ihre jeweiligen Rollen jedoch nicht mit etwas einzigartigem - beliebige andere Actiondarsteller könnten dieselben Charaktere ebensogut verkörpern; nur die Finnin Pihla Viitala bleibt als "weiße Hexe" Mina in bleibender Erinnerung.

Muriel und ihre Hexenkolleginnen bekommen ein ziemlich unoriginelles Make-up verpasst, das ziemlich nach Bühnenschminke aussieht und wenig organisch wirkt. Mehr Mühe hat sich das SFX-Team bei den verblüffend modernen Feuerwaffen der Jagdgeschwister gegeben; sie passen nur nicht so recht in das indiffernete Märchen-/Fantasy-Ambiente. Auch Dialoge und Drehbuch fallen eher schwach aus, umso knalliger geraten dagegen die Kampf-, Tötungs- und Verfolgungsszenen - man merkt, daß Wirkola zuvor eine splatterlastige Zombikomödie wie Dead Snow inszeniert hat. Hansel und Gretel müssen mächtig einstecken und rappeln sich immer wieder verblüffelnd schnell auf - um echte Dramatik oder Glaubwürdigkeit geht es Wirkola offensichtlich nicht.

Hänsel & Gretel erweist sich als effektlastiges Popcornkino, das temporeich unterhält, aber wenig bleibende Erinnerungen hinterläßt; wer Denken im Kino als Zumutung empfindet, ist hier also genau richtig. Eine weitere Fließbandproduktion, die mit eingebauten Fanchise-Potenzial daherkommt und sicherlich die eine oder andere Fortsetzung bescheren wird. Ansehbar!

6
Shanghai Knights (Filmplakat)

Shanghai Knights ist eine US-amerikanische Action-Komödie von David Dobkin aus dem Jahr 2003. In den Hauptrollen spielen Jackie Chan, Owen Wilson, Donnie Yen, Fann Wong und Aidan Gillen.

Ein Jahrhundertverbrechen im Jahre 1887 führt zwei Weltmächte an den Rand des Abgrunds Der Verwahrer des kaiserlich chinesischen Siegels wurde ermordet und das Siegel, dessen Besitz den Anspruch auf den Thron sichert, gestohlen. Die Nachricht trifft den chinesischstämmigen Sheriff Chon Wang in seinem Westernstädten wie der Schlag - der kaiserliche Wächter war sein Vater! Prompt nimmt der rechtschaffene Exilchinese die Fährte der Killer auf und gelangt so ins viktorianische England. Dabei begleitet ihn sein alter Kumpel Roy O'Bannon - ein Lebemann und Gigolo wie er im Buche steht.

In London stößt das ungleiche Duo auf Wangs Schwester Lin, die das Attentat als einzige Zeugin überlebt hat. Bald schon stolpern die Drei von einer Prügelei in die nächste, erleben haarsträubende Abenteuer und machen einige erstaunliche Bekanntschaften Sie begegnen Königin Victoria, Jack The Ripper und dem jungen Charlie Chaplin. Schließlich kommen Wang, Roy und Lin einer unfassbaren Verschwörung gegen die königliche Familie auf die Spur. Doch weil ihnen niemand Glauben schenkt, nehmen sie die Sache selbst in ihre schlagkräftigen Hände. Um die Royals zu retten und den Mörder seines Vaters zur Strecke zu bringen, muss Wang einigen Leuten kräftig in den steifen britischen Hintern treten. Und nebenbei hat der Kung-Fu-Virtuose auch noch alle Hände damit zu tun, den liebeskranken Roy von seiner attraktiven Schwester fern zu halten... Weiterlesen »

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
Mowa-Zee sagte vor 1 Tag 12 Stunden:

Sheriff Chon Wang (Jackie Chan) sammelt Meriten in Carson City, Nevada, durch das massemhafte Festsetzen von Kriminellen; derweil wird sein Vater daheim in China von machgierigen Revolutionären ermordet und seine Schwester Chon Lin (Fann Wong) verfolgt die Verbrecher bis nach England. Zusammen mit seinem ehemaligen Partner Roy O'Bannon (Owen Wilson) reist er nach London, um seiner Schwester zu helfen; dabei geraten die Drei in eine großangelegte Verschwörung.

Angesiedelt im Jahr 1887 mischt der Film eine Fülle von Referenzen an die Trivialkultur unter seine Handlung; in London begegnen die Drei einem Waisenjungen namens "Charles Chaplin" (Chaplin wurde allerdings erst 1889 geboren), sie erfinden spontan die Detektivfigur "Sherlock Holmes" und erhalten Hilfe von einem Scotland-Yard-Inspector namens "Arthur Conan Doyle" (der tasächlich jedoch nie bei Scotland Yard gearbeitet hat) und zitieren munter aus der Filmgeschichte; beispielsweise gibt es eine ausgedehnte Referenz an Harold Lloyds Film Safety Last! aus dem Jahr 1923, "Singin' in the Rain" wird ohne Regen feilgeboten und in New York City gerät Chon Wang an Wiedergänger der Keystone Cops aus der frühen Stummfilmzeit.

Shanghai Knights ist auch durchsetzt von Elementen, die nicht in die gezeigte Epoche passen; da gibt es ein Maschinengewehr und O'Bannon investiert in Zeppeline, die jedoch erstmals 1898 in Deutschland gebaut wurden; die Boxer wurden in China erst Ende der 1890er Jahre zu einem Machfaktor; auch Motion Pictures wurden erst 1894 erfunden, Hollywood wurde erst drei Jahrzehnte nach der Spielzeit von Shanghai Knights zu einem Zentrum der Filmproduktion. So ahistorisch all diese anachonistischen Versatzstücke sind, so unstimmig geraden dann auch Kulissen und Kostüme. Das Mischmasch aus unterschiedlichen Epochen verwirrt und ist unnötig, die unsinnigen Querverweise an reale Personen nerven.

Erträglich wird Shanghai Knights nur dann, wenn man ihn als halbgaren Fantasy-Film betrachtet, der in einer alternativen Zeitlinie spielt - oder wenn man sich sowieso keinerlei Gedanken um Historizität macht. Ob man dann Owen Wilsons weinerliches Gutue mag, dürfte dann auch zur reinen Geschmackssache werden; dramaturgisch funktioniert die Mixtur aus ziemlich brutalen Szenen - Ermordung von Chon Wangs Vater - und unverbindlicher Slapstick-Komödie jedenfalls nicht besonders gut.

Shanghai Knights ist eine ziemlich alberne Action-Klamotte, bei der Ambiente, Filmmusik die Story nicht so recht zusammenpassen. Highlights sind, wie nicht anders zu erwarten, die Slapstick-Kämpfe von Jackie Chan und die dazugehörigen Bloopers im Abspann. Nur für Freunde sehr leichter Kost noch ansehbar!

5
Die Wand (Filmplakat)

Die Wand (internationaler Synonymtitel: The Wall) ist ein österreichisch-deutsches Filmdrama von Julian Roman Pölsler aus dem Jahr 2011. In den Hauptrollen spielen Martina Gedeck, Wolfgang M. Bauer und Ulrike Beimpold.

Eine Frau (Martina Gedeck) schreibt in einer Jagdhütte ihre Geschichte auf, um sich nicht in Einsamkeit zu verlieren: Mit einem befreundeten Ehepaar und deren Hund ist sie vor über zwei Jahren in die Berge Österreichs gefahren. Ein Wochenendausflug. Als das Ehepaar am ersten Abend von einem Besuch im Dorf nicht zurückkehrt, macht die Frau sich auf die Suche. Mitten in der Natur stößt sie gegen eine unsichtbare Wand, eine unerklärliche Grenze, die sie vom Rest der Welt trennt. Die Frau ist auf sich selbst gestellt. Irgendwie muss sie überleben und sich mit ihren Ängsten aussöhnen, die sie immer wieder zu überwältigen drohen. Abgeschnitten vom Rest der Welt wird sie vor die unausweichlichen Grundfragen des Lebens gestellt… Weiterlesen »

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
ABuchholz sagte vor 1 Tag 12 Stunden:

Eine Studie über Isolation und Einsamkeit in einer Welt, in der männliche Lebewesen keinen Platz mehr haben. Ein bedrückender Film, aber eindrucksvoll gespielt und ansprechend fotografiert. Sehenswert!

6
Dead Mine - 2012 (Poster)

Dead Mine ist ein indonesischer Horror-Thriller von Steven Sheil aus dem Jahr 2012. In den Hauptrollen spielen Miki Mizuno, Sam Hazeldine, Ario Bayu, Les Loveday und Mike Lewis.

Die Legende von Yamashitas Gold lockt einen reichen Hobby-Schatzsucher und seine Expertengruppe in die Tiefen des indonesischen Dschungels. Als die Truppe plötzlich in einem verlassenen japanischen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg festsitzt, müssen sie den Tatsachen ins Auge blicken: Der einzige Weg aus dieser Hölle führt immer weiter in die tödliche Tiefe… Weiterlesen »

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
Sil sagte vor 2 Tage 12 Stunden:

Schatzsucher suchen im indonesischen Dschungel nach einem sagenumwobenen Goldschatz aus dem Zweiten Weltkrieg; sie entdecken einen Bunker, in dem jedoch grausame Experimente an Kriegsgefangenen durchgeführt wurden. Nachdem ihnen der Rückweg versperrt wurde, muß sich der Trupp in die Untiefen der ehemaligen Mine vorarbeiten. Dort erwarten sie allerlei Überraschungen, aber auch das Gold.

Mit herausragenden Filmen wie Descent und Outpost wurden die Bunker- und Höhlenhorror-Subgenres bis auf weiteres ausgereizt; eine weitere Steigerung ist kaum noch vorstellbar. Dead Mine versucht sich auch gar nicht erst an einer Steigerung, sondern bedient sich ausgiebig an Dramaturgie und visuellen Effekten der großen Vorbilder. Die Variationen halten sich in Grenzen: Es geht um einen Bunker des japanischen Kaiserreichs, nicht der deutschen Nazis; der Bunker befindet sich im Dschungel Südostasiens, nicht in Osteuropa; die Gegner sind roboterhafte Samurai-Krieger mit ausdruckslosen Kabuki-Visagen, nicht deutsche Wehrmachtssoldaten mit Totenschädeln. Jenseits der befestigten Bunker-Korridore beginnt das schlammige Territorium von Descent, einschließlich der huschenden Mutationen.

Allerdings fehlt es Dead Mine nicht nur an originellen Ideen und an Eigenständigkeit; auch darstellerisch bewegt sich die Plagiatsmixtur auf unterem Direct-to-Video-Niveau; die Charaktere erhalten kaum Kontur, sie sprechen nur rudimentäre Dialoge und sie treiben die Handlung nicht voran - für's Vorantreiben sind wohl die puppenartigen Samurais zuständig.

Einräumen muß man allerdings, daß Dead Mine stellenweise durchaus wirkungsvoll ist; trotz einiger dramaturgischer Hänger bleibt der Film über weite Strecken spannend, man fiebert jedoch nicht so recht mit den fremd bleibenden Protagonisten mit. Ansehbar!

5

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Was ist wirklich wichtig im Leben? Diese Frage stellt sich die 17-jährige Tessa (Dakota Fanning), die jeden Augenblick ihres Lebens ausschöpfen möchte. Welche Antworten Tessa findet, verrät der Spielfilm Now Is Good - Jeder Moment zählt von Ol Parker.

Der Film ist ab dem 19. April 2013 auf DVD und Blu-ray sowie über VoD erhältlich (Universum Film). Zum Verkaufsstart verlosen wir zwei DVDs von Now Is Good - Jeder Moment zählt...

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