Aktuelle Rezensionen

The Dead and the Damned (Filmplakat)

Django vs. Zombies (Originaltitel: The Dead and the Damned / Synonymtitel: Cowboys & Zombies) ist ein US-ameriukanischer Horror-Thriller von Rene Perez aus dem Jahr 2011. In den Hauptrollen spielen David A. Lockhart, Camille Montgomery, Rick Mora und Robert Amstler.

Die Jagd auf einen ausgebrochenen Apachen-Krieger führt den Kopfgeldjäger Django Mortimer (David A. Lockhart) 1849 durch eine fast verlassene kalifornische Goldgräbersiedlung. Die noch verbliebenen Minenarbeiter zeigen ihm einen Weg in die Berge, den der flüchtige Apache genommen hat. Kaum ist Django weitergezogen, stoßen die Minenarbeiter auf einen seltsamen Asteroiden, der vor Millionen Jahren im Bergmassiv eingeschlagen sein muss. Doch der Fund ist gefährlich. Beim Versuch den Stein zu bergen, treten toxische Substanzen aus, die alle, die damit in Berührung kommen zu blutdurstigen Zombies mach. Als wenig später Django triumphierend mit dem Apachen zurück in die Siedlung kommt, sieht er sich einer Horde Zombies gegenüber. Wenn sie überleben wollen, müssen sie nun zusammen kämpfen… Weiterlesen »

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
Sil sagte vor 5 Stunden 33 Minuten:

Der Kopfgeldjäger Mortimer (David A. Lockhart) ist hinter dem Indianer Brother Wolf (Rick Mora) her, der eine weiße Frau vergewaltigt und getötet haben soll; um den Wilden in die Falle zu locken, kauft Mortimer bei einem Menschenhändler aus der nahegelegenen Kleinstadt die attraktive Rhiannon (Camille Montgomery). Ganz so einfach läßt sich der vermeintliche Wilde jedoch nicht einfangen, die Anschuldigungen erweisen sich als haltlos und dann tritt auch noch Konkurrenz in Gestalt des Kopfgeldjägers The German (Robert Amstler) auf den Plan. Noch schlimmer wird die Lage, als ein mysteriöser Felsbrocken die Stadtbevölkerung in kannibalische Zombies mutieren läßt.

Die Verbindung von Horror und Western kann originelle Filme entstehen lassen; auch Django vs. Zombies - im Original treffender als The Dead and the Damned betitelt - hätte einiges Potenzial; Regisseur und Drehbuchautor Rene Perez kommt jedoch über interessante Ansätze nicht hinaus: Das Drehbuch ist zu schwach und die Darsteller überzeugen in ihren Rollen nur begrenzt, am wenigsten der Hauptdarsteller David A. Lockhart, der permanent mit seiner quäkigen Jungenstimme und seinem Colt kämpft.

Allzu uninspiriert fallen leider Action-Sequenzen und Spezialeffekte aus; Schießereien bestehen weitestgehend aus Rechts-links-Schnitten, Verfolgungsjagden führen querfeldein durch den Wald und die Zombies platzen beim Erschießen wie mit grünes Blut befüllte Luftballons. Das wird auf Dauer recht monoton, Variationen oder auch nur abwechslungsreiche Kameraeinstellungen sind Mangelware. Das offensichtlich sehr niedrige Budget fällt störend auf und viele Details lassen ein Minimum an Sorgfalt vermissen (Sechsschüsser, aus dem zehn bis elf Schüsse abgefeuert werden; moderne Schuhe und Kleider).

Interessant sind allerdings die menschlichen Konstellationen: Mortimer muß sich mit seinem Gefangenen zusammenraufen, um gegen The German und die Zombiehorden zu überleben; auch Rhiannon schließt sich Mortimer an, der sie ja als Beute ausgenutzt hat. Sowohl der Kopfgeldjäger als auch sein Opfer erweisen sich als mehrschichtige Charaktere mit spannender Vorgeschichte - nur leider kann Perez mit all diesem Material nichts anfangen. Ein handwerklich schwacher Film, der nur streckenweise zu unterhalten vermag: Nur für Zombie-Enthusiasten mit Vollständigkeitsanspruch noch ansehbar!

4
The Loneliest Planet (Poster)

The Loneliest Planet ist ein deutsch-amerikanisches Filmdrama von Julia Loktev aus dem Jahr 2013. In den Hauptrollen spielen Hani Furstenberg, Gael Garcia Bernal und Bidzina Gujabidze.

Jung, verliebt und unbeschwert reisen Nica (Hani Furstenberg) und Alex (Gael Garcia Bernal) im Sommer vor ihrer Hochzeit in das einsame georgische Kaukasusgebirge. Ein Bergführer (Bidzina Gujabidze) begleitet sie durch eine abgelegene, atemberaubende Wildnis. Doch dann bringt eine unbedachte Geste, ein flüchtiger Augenblick, ihre Wertvorstellungen völlig aus dem Gleichgewicht. Weiterlesen »

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
ABuchholz sagte vor 1 Tag 5 Stunden:

Zwei junge Globetrotter reisen als Backpacker durch Georgien; Nica (Hani Furstenberg) und Alex (Gael Garcia Bernal) sind miteinander vertraut, der Eine verläst sich auf den Anderen: Ein unzertrennliches Liebespaar, das in ein paar Monaten heiraten möchte.

Die Filmautorin Julia Loktev (Regie, Drehbuch und Schnitt) begleitet Nica und Alex semidokumentarisch mit der Handkamera: Nica wäscht sich und Alex organisiert Wasser zum Abspülen, die beiden streifen durch die Straßen einer namenslosen Kleinstadt, wohnen ein paar Tage bei gastfreundlichen Einheimischen und essen in einem örtlichen Lokal. Ein harmonischer Urlaub in einem Land, das der Massentourismus noch nicht erreicht hat, und ein wenig vorgezogene Flitterwochen mit leidenschaftlichem Sex. Die ersten Filmminuten haben den Charakter eines recht authentischen Reiseberichts, der charakteristische Impressionen von einem fremden Land vermittelt.

Für einen Trip in das Kaukasusgebirge engagieren sie Dato, einen einheimischen Trekking-Guide (Bidzina Gujabidze); Loktev folgt dem Trio unmittelbar auf den Fersen, wechselt jetzt aber immer wieder zu opulenten Landschaftspanoramen. An der Kamera findet Inti Briones nicht nur attraktive Naturaufnahmen, sondern entdeckt auch immer wieder originelle Details: zärtliche Momente zwischen Nica und Alex, ein freches Selbstporträt des Paares, Morgengymnastik vor der grenzenlosen Weite des Kaukasus, das Waschen von Nicas feuerroten Haaren in einem Fluß. Diese starken Bilder prägen sich ein und fressen sich im Gedächntnis fest.

Der Zuschauer muß sich auf das ruhige Tempo einlassen und darf sich nicht an harten Schnitten stören; Loktev romantisiert Landschaft und Naturerlebnis nicht, sondern behält ihre nüchterne Beobachtung bei; sie erzählt auch keine Story, wie man sie beispielsweise aus Abenteuer- und Schatzsucherfilmen kennt. Dennoch verändert sich die unbeschwerte Stimmung von The Loneliest Planet etwa nach der ersten Stunde des Films grundlegend; mit kleinen Fingerzeigen deutet Loktev an, daß sie nicht beabsichtigt, Reiseprospekte abzufilmen. Der Charakter des Films erhält eine dramatische Note mit unbestimmter Tendenz. Man ahnt, daß etwas passieren wird, hat jedoch keinerlei Vorstellung, was das sein könnte.

Und tatsächlich, ein kleines Ereignis bringt die Beziehung der drei Reisenden vollkommen durcheinander; Nica und Alex müssen sich überraschend mit der Frage auseinandersetzen, wie gut sie einander - und sich selbst - wirklich kennen. Plötzlich ist auch gar nicht mehr so klar, was sie voneinander erwarten - und was sie eigentlich von dem Anderen erwarten können.

Julia Loktev beantwortet die Fragen, die sie aufwirft, nicht; der Zuschauer muß nach selbst nach Antworten suchen. Das offene Ende dürfte manchen Zuschauer enttäuschen; es spielt jedoch überhaupt keine Rolle, welche Antworten Nica und Alex finden: Loktev sät die Fragen im Zuschauer, und der muß sich eben selbst bemühen, seine eigenen Antworten zu ernten.

The Loneliest Planet ist ein atmosphärisch dichter und emotional intensiver Trip ins Hinterland Georgiens - und in die Untiefen menschlicher Beziehungen. Uneingeschränkt sehenswert!

7
Wrong Turn 5: Bloodlines (Poster)

Wrong Turn 5: Bloodlines (Arbeitstitel: Wrong Turn 5: Bloodbath) ist ein US-amerikanischer Horror-Thriller von Declan O'Brien aus dem Jahr 2012. In den Hauptrollen spielen Doug Bradley, Camilla Arfwedson, Simon Ginty, Roxanne McKee und Paul Luebke.

Ein kleines, beschauliches Städtchen ist Veranstaltungsort des „Mountain Man Festival“. Ein feuchtfröhliches Ereignis, das von weit her Scharen von gruselig kostümierten und feierwilligen Fans anlockt und die kleine Stadt für eine Nacht in eine abgedrehte Party Location verwandelt. Ein Riesenspaß für die vielen Halloween-Touristen, aber leider auch eine willkommene Essenseinladung für eine Gruppe kannibalischer Einheimischer, die sich mit ihrem missgestalteten Äußeren unbemerkt unter die Feiernden mischen… Weiterlesen »

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
Sil sagte vor 2 Tage 5 Stunden:

Die kannibalische Hinterwäldlerfamilie - Maynard, One Eye, Saw Tooth und Three Finger - macht in dieser Fortsetzung eines Prequels das "Mountain Man Festival" in West Virginia unsicher. Dummerweise bekommt man von dem Festival nichts zu sehen, was wohl am Minimalbudget dieser Produktion liegen dürfte. Derselbe Grund bewirkt auch, daß der Film fast durchgängig in einer nahezu menschenleeren Kleinstadt spielt, die in etwa so echt wirkt wie eine Studiokulisse. Stimmung und Atmosphäre? Fehlanzeige.

Wie es sich für einen moralkonservativen Horrorfilme gehört, imaginiert Regisseur Declan O'Brien einen kausalen Zusammenhang von amoralischem Verhalten und Bestrafung: Unverheirateter Sex oder Alkoholkonsum führt entweder (vorbereitend) zu einer Schocksequenz, oder zum baldigen (und meist äußerst qualvollen) Tod. Gesellschaftliche Regelverstöße werden nur der gewalttätigen Kannibalenfamilie zugebilligt, die ungestraft morden und vergewaltigen darf. Der Subtext irritiert und setzt genau das um, was Jugendschützer früher mal als "sozialethisch desorientierend" bezeichnet haben. Heut ist's anscheinend Mainstream.

Ein schrottiges Drehbuch, uninteressante Charaktere und ein Übermaß an sadistischen Grausamkeiten machen diesen Film zu einem Ärgernis: Hier wird ohne Sinn und Verstand gemordet - auch was die mangelhafte "Kreativität" der Tötungen angeht. Wrong Turn 5: Bloodlines ist ein vollkommen überflüssiger Fortsetzungsfilm: Nicht sehenswert!

3
Stitches - Bad Clown (Poster)

Stitches - Böser Clown (Synonymtitel: Stitches - Bad Clown / Originaltitel: Stitches) ist ein britisch-irischer Horror-Thriller von Conor McMahon aus dem Jahr 2012. In den Hauptrollen spielen Ross Noble, Tommy Knight und Gemma-Leah Devereux.

Richard Grindle hat keinen Traumjob, aber einer muss es ja machen: Er witzelt sich als Partyclown "Stitches" angeödet und nicht ganz jugendfrei durch seine schlecht bezahlten Auftritte bei Kindergeburtstagen. Als eine besonders renitente Gruppe kleiner Bälger dem Alleinunterhalter eines Tags einen Streich spielt, endet dies für den armen Grindle in angemessen slapstickartiger Manier tödlich. Da in einem Horrorfilm niemand ungestraft mit einer solchen Schuld davonkommt, kehrt der Spaßmacher Jahre später an den Ort seines Ablebens zurück. Seine inzwischen zu Teenagern herangewachsenen Peiniger lassen gerade auf einer Party die Sau raus. Bald werden sie um Gnade winseln. Doch ein angepisster Clown kennt kein Pardon! Weiterlesen »

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
Sil sagte vor 3 Tage 5 Stunden:

Der Clown Stitches (Ross Noble) stirbt während der Geburtstagsfeier des zehnjährigen Tom durch einen dummen Unfall - einen Unfall, an dem die Kinder nicht ganz unschuldig sind. Lange ist Tom traumatisiert von dem blutigen Ereignis, er wird zum Außenseiter. Sechs Jahre später nimmt der Clown Toms nächste Party zum Anlaß, von den (Un-)Toten wiederaufzuerstehen und Rache zu nehmen.

Der Regisseur Conor McMahon legt mit Stitches eine Splatter-Komödie vor, die zwar nicht unbedingt vor Originalität strotzt, aber mit viel Liebe für's blutige Detail umgesetzt wird. Die Rahmenhandlung entspricht der Standard-Rezeptur eines Slasher movies: Teenager feiern eine ausgelassene Party mit Alkohol, Drogen und Sex; unter die Gäste mischt sich ein Killer, der seine eigene Version von "Zehn kleine Negerlein" spielt.

Genrefreunde interessieren sich daher bei diesen Filmen weniger für die Handlung, als viemehr für die Art, Anzahl und Umsetzung der Tötungen. Trotz eines offensichtlich niedrigen Budgets kann Stitches hier punkten: Es wird reichlich gestorben, die Todesarten sind relativ kreativ und sie werden ausgesprochen blutig in Szene gesetzt. Wer Spaß an schwarzem Horror-Humor hat, dürfte sich auch über die bitterbösen One-liner des mörderischen Clowns freuen.

Weniger amüsant fallen die Charaktere aus: Hier werden die üblichen Klischees abgearbeitet; so richtig interessant werden die Hauptpersonen nicht; das liegt auch daran, daß es kaum ausgearbeitete Dialoge gibt. Aber auch hier wird eben bedient, was Genrefreunde erwarten. Der Durchschnittszuschauer dürfte wenig Gefallen an diese Guts & Gore-Orgie finden, für die Zielgruppe ist jedoch Splatter-Spaß garantiert: Sehenswert (für Genrefreunde)!

6

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Aktuelles Quiz

Menschliche Beziehungen sind kompliziert; sie sind gespickt mit Annahmen über und Erwartungen an die Mitmenschen. Die jungen Reisenden Nica (Hani Furstenberg) und Alex (Gael Garcia Bernal) müssen beim Trekking durch den Kaukasus feststellen, daß ihre Annahmen und Erwartungen villeicht nicht ganz richtig waren. Was so alles auf einer Urlaubsreise durch Georgien passieren kann, verrät der Spielfilm The Loneliest Planet von Julia Loktev.

Der Film ist ab dem 24. Mai 2013 auf DVD erhältlich (Camino Filmverleih). Zum Verkaufsstart verlosen wir...

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