Film des Tages

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The Interceptor (2009), Cover

The Interceptor (Originaltitel: Запрещенная реальность, Zapreshchennaya realnost) ist ein russischer Fantasy-Film aus dem Jahr 2009. In den Hauptrollen spielen Aleksandr Baluyev, Andrey Chubchenko, Aleksey Dmitriev, Valeri Guryev und Tina Kandelaki. Der Film basiert auf einem Roman des Science-fiction-Autors Vasiliy Golovachev.

Der Agent Matvey Sobolev (Igor Petrenko) wird von seinem Partner betrogen, als sie eine neuartige Psychowaffe transportieren. Matvey wird für tot gehalten, nimmt eine neue Identität und und wird dann doch irgendwann am Baikalsee aufgespürt. Erneut kann er fliehen und nimmt den Auftrag an, seinen Ex-Kollegen zur Strecke zu bringen.

Die dürftige Story könnte das Gerüst für einen bodenständigen Action-Film im Stile der Bourne-Trilogie liefern, wird hier jedoch durch esoterische Elemente durchsetzt: Matvey stürzt aus einem Flugzeug und überlebt nicht nur, sondern erhält auch übermenschliche Kräfte. Sein ehemaliger Partner wird von einer dämonischen Macht kontrolliert, und überirdische Wesen aus der Zukunft beobachten den Kampf. Die Handlung des Films verinkt daher in einer konturlosen Wirrnis, die ermüdet. Nicht sehenswert! Weiterlesen »

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Fall 39, Filmplakat

Fall 39 (Originaltitel: Case 39) ist ein Horrorthriller von Christian Alvart aus dem Jahr 2009. In den Hauptrollen spielen Renée Zellweger („Bridget Jones“), Bradley Cooper („The Hangover“), Jodelle Ferland, Ian McShane, Kerry O'Malley und Callum Keith Rennie.

Die mit allen Wassern gewaschene Sozialarbeiterin Emily Jenkins (Renée Zellweger) ist davon überzeugt, in ihrem Job wirklich schon alles gesehen zu haben. Bis ihr neuester und ausgesprochen mysteriöser Fall sie mit der zehnjährigen Lillith Sullivan (Jodelle Ferland) zusammenführt. Schnell bewahrheiten sich Emilys schlimmste Befürchtungen, als Lilliths Eltern versuchen, ihre eigene und einzige Tochter zu ermorden. Im letzten Moment kann Emily das Mädchen retten. Kurzerhand nimmt sie Lillith bei sich zu Hause auf, bis geeignete Pflegeeltern gefunden sind. Doch die Kleine scheint von einem düsteren Geheimnis umgeben zu sein...

Mit dem solide inszenierten Horror-Thriller gibt der deutsche Genrespezialist Christian Alvart („Antikörper“, „Pandorum“) sein Hollywood-Debüt. Trotz vorhersehbarer Handlung und spekulativer Eskapaden entwickelt Fall 39 eine gewisse Spannung. Dank sehr ordentlicher Leistungen von Renée Zellweger und Jodelle Ferland durchaus ansehbar! Weiterlesen »

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Avatar, Hauptplakat

Avatar - Aufbruch nach Pandora (Originaltitel: Avatar) ist ein Science-fiction-Film von James Cameron aus dem Jahr 2009.

Im 22. Jahrhundert gehen den Menschen auf der Erde die Rohstoffe aus. So machen sie sich auf die Suche und finden einen bislang unerforschten Planeten mit Namen Pandora. Dort finden sie wertvolle Mineralien, die sie um jeden Preis haben wollen. Doch Pandora ist bereits bewohnt von Menschen einer anderen Rasse – den Avataren. Die Menschen der Erde wollen die Avatare von Pandora vertreiben und nehmen dafür alles in Kauf. Es beginnt ein Krieg, in dem schnell zu unfairen Waffen gegriffen wird. Auf der Erde wird das Avatar-Programm entwickelt, in dem Menschen einer Bewusstseinstransplantation unterzogen werden. Das Programm umfasst auch eine Vermischung der DNS, um das Denken, Fühlen und Handeln zu steuern. Einer dieser Probanden wird als Spion in die Welt der Avatar geschickt, um die Vernichtung des Volkes vorzubereiten, doch es kommt ihm etwas dazwischen – die Liebe!

James Cameron soll das Avatar-Konzept bereits vor 14 Jahren entwickelt haben, jedoch fehlten damals die technischen Möglichkeiten zur Umsetzung. Das ist heute anscheinend anders, sowohl was das Games-Franchise als auch die 3D-Animation angeht; über die leidlich bekannte Rahmenhandlung (Pocahontas, Der letzte Mohikaner, Der mit dem Wolf tanzt u.a.) stülpt Cameron eine brachiale Ladung an Illusions- und Eskapismustechnologien, mit denen er virtuos zu spielen vermag. Durch geschickte Vermengung von Real- und Animationsfilm sowie die Brechung durch die Gleichzeitigkeit von Virtualität und Realität der Avatare zaubert er ein filmisches Ausnahmeerlebnis, für das sich nur wenig Vergleichbares und noch weniger Gliechwertiges findet. Trotz Überlänge und angestaubter Motivik absolut sehenswert! Weiterlesen »

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Armored, Cover

Armored (Originaltitel: Armoured) ist ein US-amerikanischer Thriller von Nimrod Antal aus dem Jahr 2009. In den Hauptrollen spielen Laurence Fishburne, Jean Reno, Skeet Ulrich, Amaury Nolasco, Milo Ventimiglia, Matt Dillon und Fred Ward.

Die Wächter einer privaten Sicherheitsfirma planen einen Trickdiebstahl: während eines Millionentransports wollen sie ihre eigene Firma berauben und einen Überfall vortäuschen. Der Plan scheint wasserdicht zu sein, doch dann geht alles schief, was nur schief gehen kann...

Trotz geballter Starpower vermag Armored nicht voll zu überzeugen; menschliche Konflikte innerhalb der Gruppe werden nur angedeutet und bleiben klischeehaft. Der spontane Wandel von langjährigen Sicherheitsmitarbeitern zu einer marodierenden Verbrecherbande wird nicht plausibel; durch die phychologische Unstimmigkeit der Grundkonstellation rauscht der Film am Zuschauer vorbei. Ansehbar. Weiterlesen »

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The Men Who Stare At Goats, Cover

Männer, die auf Ziegen starren (Originaltitel: The Men Who Stare at Goats) ist eine Politsatire von Grant Heslov aus dem Jahr 2009. In den Hauptrollen spielen George Clooney, Kevin Spacey, Jeff Bridges, Ewan McGregor, Stephen Lang und Robert Patrick.

In den 1980er und 1990er Jahren expermientierte das US-Militär mit parapsychologischer Kriegsführung; eine Spezialeinheit, genannt New Earth Army, sollte mit übersinnlichen und übermenschlichen Fähigkeiten versehen werden. Weil das dann doch nicht ganz so einfach war, wurden die Experimente schließlich aufgegeben. Im Golfkrieg leben die amerikanischen Jedi-Kämpfer wieder auf, und auf ihren Fersen recherchiert der Provinzjournalist Bob Wilton (Ewan McGregor), der eine sensationelle Story wittert.

Der Film basiert auf einem gleichnamigen (Sach-) Buch von Jon Ronson, das zwar auf Recherchen und Interviews basieren soll, jedoch keine handfesten Belege vorbringt; entsprechend verweigert sich auch der Film klaren Festlegungen über fiktionale und faktische Elemente in all dem Irrsinn, der hier zusammengerührt wird. Darstellerisch wird die Gratwanderung von der Crème de la Crème Hollywoods brilliant umgesetzt, nur funktioniert Männer, die auf Ziegen starren weder als schräge Komödie, noch als Mockumentary. Wer auf einen neuen Dr. Seltsam gehofft hat, wird also eher enttäuscht werden; wer offener ist, kann jedoch eine Verkettung zunehmend bizarrer Szenen genießen. Übrigens, das First Earth Battalion Operations Manual von New-Age-Guru Jim Channon aus den 1970er Jahren ist gerade nachgedruckt worden... Sehenswert! Weiterlesen »

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Cargo, Cover

Cargo - Da draußen bist du allein ist ein Science-fiction-Film von Ivan Engler und Ralph Etter aus dem Jahr 2009. In den Hauptrollen spielen Anna-Katharina Schwabroh, Martin Rapold und Claude-Oliver Rudolph.

Seit dem Öko-Kollaps der Erde lebt der grösste Teil der Menschheit im All, in hoffungslos überfüllten Raumstationen. Die einzige Hoffnung, diesem Chaos zu entkommen, ist Rhea, ein paradiesischer Planet, fünf Lichtjahre von der Erde entfernt. Der heruntergekommene Raumfrachter Kassandra befindet sich auf seinem Weg zur abgelegenen Station 42. Die junge Ärztin Laura ist als einzige wach an Bord. Der Rest der Besatzung: tiefgefroren im Kälteschlaf. Erst in vier Monaten wird Laura ihre lange Schicht überstanden haben. Während ihrer täglichen Kontrollgänge durch das gespenstisch leere Schiff hat Laura immer mehr das Gefühl, nicht alleine an Bord zu sein. Eine Erkundungsmission in den dunklen und eiskalten Frachtraum endet in einem Fiasko. Der Rest der Besatzung wird geweckt. Ein Katz- und Mausspiel beginnt, in welchem nichts so ist, wie es erscheint. Was verbergen die geheimnisvollen Frachtcontainer und wer oder was ist noch an Bord?

Cargo gilt als erster Science-fiction-Film aus Schweizer Produktion; fünf Millionen Schweizer Franken konnten Ivan Engler und Ralph Etter für ihr Projekt auftreiben. Das Budget dürfte zu großen Teilen in visuelle Effekte, Kulissen und CGI geflossen sein - optisch wirkt Cargo mehr als ordentlich. Weniger überzeugen können die - durchaus sympathischen - Darsteller; viele Dialoge wirken hözern und haben eher die Anmutung einer Fernsehproduktion. Für Genrefreunde sehenswert! Weiterlesen »

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Ninja Assassin, Cover

Ninja Assassin (Originaltitel: Ninja Assassin) ist ein Actionfilm von James McTeigue aus dem Jahr 2009. In den Hauptrollen spielen Sung Kang, Randall Duk Kim, Jonathan Chan-Pensley, Yuki Iwamoto und Ill-Young Kim.

Raizo ist in einer als Waisenhaus getarnten Ninja-Ausbildungsstätte aufgewachsen. Ausgebildet zum Killer für eine Geheimorganisation und um seine Kindheit beraubt, gelingt dem wütenden Ninja eines Tages die Flucht in den Untergrund. Von dort aus plant er die Rache an seinen Peinigern. Da kommt ihm die schöne Europol-Agentin Mika, die gegen das Waisenhaus ermittelt, gerade gelegen. Die Ninjas haben sie bereits im Visier, als Raizo sich spontan mit ihr verbündet und die beiden zu Gejagten werden. Eine Hetzjagd quer durch Europa beginnt.

Geschichten wie diese wurden bereits oft verfilmt, viele auch in einem attraktiverem Ambiente als es Berlin bietet; Regisseur James McTeigue kompensiert die Defizite durch besonders rasante Kampsequenzen - kein Wunder, denn Joel Silver und die Wachowski-Brüder haben produziert. Immer wieder unterbrochen wird der Fluss der bescheidenen Handlung durch ausgiebige Rückblenden in die Vergangenheit des Ninjas Raizo. All das wirkt etwas lieblos zusammengestückelt, vielleicht um Spielfilmlänge zu erreichen. Freilich gibt es auch jede Menge schlechterer Verfilmungen vergleichbarer Martial-arts-Rachegeschichten. Summa summarum ansehbar! Weiterlesen »

Die vierte Art, Cover

Die vierte Art (Originaltitel: The Fourth Kind) ist ein Mystery-Thriller von Olatunde Osunsanmi aus dem Jahr 2009. In den Hauptrollen spielen Elias Koteas, Will Patton, Milla Jovovich und Hakeem Kae Kazim.

Nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes führt Dr. Abigail Tyler dessen Studie über unerklärliche Phänomene in der entlegenen Kleinstadt Nome in Alaska weiter. In der Stadt gibt es eine rätselhafte Häufung von Morden und Selbstmorden, Menschen verschwinden auf unerklärliche Weise und viele Bewohner berichten von verstörenden Erlebnissen. Durch Hypnose versucht Dr. Tyler, dem Rätsel der Bewohner Nomes auf die Spur zu kommen, doch nach diesen Sitzungen kommt es zu weiteren unerklärlichen Zwischenfällen und furchtbaren Verletzungen. Als Dr. Tyler für diese Vorgänge verantwortlich gemacht werden soll, versucht sie, mit ihren beiden Kindern aus der Stadt zu fliehen - doch in dieser Nacht verschwindet ihre Tochter auf rätselhafte Weise. Dr. Tyler ist davon überzeugt, dass ihre Tochter sowie einige ihrer Patienten und auch sie selbst von Aliens entführt wurden... Weiterlesen »

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Whiteout, Cover

Whiteout ist ein Thriller von Dominic Sena aus dem Jahr 2009. In den Hauptrollen spielen Kate Beckinsale, Gabriel Macht, Sean Tucker, Nicolas Wright, Julian Cain und Tom Skerritt.

Carrie Stetko ist U.S. Marshal auf einem der einsamsten Flecken der Erde, der Antarktis. Drei Tage bevor dort der Winter mit ganzer Kraft zuschlägt und die für Monate letzten Versorgungsflüge Richtung Zivilisation starten, geschieht auf dem vereisten Kontinent etwas Schreckliches: ein Mord. Der erste der Antarktis. Carrie wird beauftragt, zusammen mit einem Vertreter der UN das Verbrechen aufzuklären. Die beiden bekommen es dabei nicht nur mit den widrigen Wetterverhältnissen, sondern auch mit weiteren Morden zu tun.

Basierend auf der gleichnamigen Graphic novel von Greg Rucka und Steve Lieber inszeniert Regisseur Dominic Sena (Swordfish, 2001) einen fesselnden whodunnit-Krimi im Ambiente des arktischen Eises. Kulissen, Soundtrack und Darsteller setzen die Vorlage als Realfilm ohne allzu drastischen Überzeichnungen um; insbesondere Kate Beckinsale ist geradezu eine Idealbesetzung für die Rolle des U.S.-Marshalls Carrie Stetko. Stimmungsvoll und stimmig: Sehenswert! Weiterlesen »

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REC 2, Poster

[Rec] 2 (Originaltitel: [Rec] 2) ist ein spanischer Horrorfilm von Jaume Balagueró und Paco Plaza aus dem Jahr 2009. In den Hauptrollen spielen Manuela Velasco (als Ángela Vidal), Ferran Terraza (als Manu), Pablo Rosso (als Rosso), Javier Botet (als Niña Medeiros), Claudia Font (als Jennifer) und Jonathan Mellor (als Dr. Owen).

[Rec] 2 schließt unmittelbar an den ersten Teil ([Rec] 2, 2007) an: Eine GEO-Spezialeinheit der Polizei stürmt das mit einem Virus kontaminierte Gebäude. Unter Leitung eines Dr. Owen (Jonathan Mellor) vom Gesundheitsamt durchsuchen sie Treppenhaus und Wohnungen nach Überlebenden - eigentlich geht es jedoch um eine mysteriöse Blutprobe, und jener Dr. Owen ist auch weniger Mediziner als Priester. Das erfahren die Polizisten Manu, Rosso, Larra und Martos erst viel zu spät, und dann tauchen auch noch drei Halbwüchsige auf, die sich aus Übermut in das Gebäude geschlichen haben und das Schlamassel dann auch noch mit einer Videokamera abfilmen. Das Chaos ist perfekt..

Nach dem bewährtem Rezept aus dem ersten Teil wird auch [Rec] 2 mit wackeligen Handkameras gefilmt; diesmal sind es die mobilen Kameras des GEO-Teams, die dem Zuschauer das Gefühl geben, direkt am Geschehen beteiligt zu sein. Der Adrenalinpegel wird dermaßen hochgepeitscht, wie dies nur wenigen konventionellen Filmen gelingt. Das ändert sich abrupt, als alle Kameras der GEO-Einheit ausfallen; nun wird das Geschehen noch einmal gezeigt, allerdings aus der Perspektive der Jugendlichen. Auch das ist durchaus noch spannend, die atemlose Spannung löst sich jedoch auf, durch den dramaturgischen Bruch wagt man wieder durchzuatmen, aus dem Film ist gewissermaßen ›die Luft raus‹. Ein weiterer dramaturgischer Bruch ergibt sich, als auch die Videokamera der Jugendlichen den Geist aufgibt - jetzt übernimmt eine Fernsehkamera die mit Nachtsichtkamera das Geschehen, das sich nun immer mehr zu einer Variation von Rosemary's Baby (Roman Polanski, 1968) entwickelt. Durch all diese Zäsuren wirkt [Rec] 2 weniger homogen und schlüssig als der erste Teil, und das, was im Vorgänger nur angedeutet wurde, verliert nun die Deutungsoffenheit. [Rec] 2 wird dadurch nicht zu einem schlechten Film, er hat aber nicht mehr die Klasse des Erstlings. Dennoch sehenswert! Weiterlesen »

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