Hunting Party - Wenn der Jäger zum Gejagten wird (Originaltitel: The Hunting Party; Synonymtitel: Lov u Bosni [Kroatien]; Proljece u Bosni [Bosnien und Herzegowina]) ist eine Politsatire von Richard Shepard aus dem Jahr 2007. In den Hauptrollen spielen Richard Gere, Terrence Howard und Jesse Eisenberg.
TV-Kriegsberichterstatter Simon Hunt (Richard Gere) und Kameramann ‚Duck’ (Terrence Howard) arbeiten immer dort, wo es am brenzligsten ist: im Kugelhagel in Bosnien, Irak, Somalia, El Salvador. Doch eines Tages dreht Hunt durch – damit ist die Karriere des TV-Journalisten abrupt beendet. ‚Duck’ seinerseits wird befördert, und so gehen die beiden fortan getrennte Wege. Jahre später kehrt ‚Duck’ nach Sarajevo zurück und trifft dort überraschend auf Hunt, der ihm eine weltexklusive Story anbietet: Hunt weiß, wo sich der meistgesuchte bosnische Kriegsverbrecher versteckt. Das könnte der Knüller ihres Lebens sein; wenn sie lange genug leben, um darüber zu berichten...
Regisseur Richard Shepard schrieb das Drehbuch zu "Hunting Party", nachdem er im Oktober 2001 Scott Andersons Artikel "What I Did On My Summer Vacation" in der Zeitschrift "Esquire" gelesen hatte. Anderson beschreibt darin die tatsächlich durchgeführte Suche einer Gruppe westlicher Journalisten nach dem Kriegsverbrecher Radovan Karadzic. Die fünf Reporter um Anderson wollten sich seinerzeit nicht damit abfinden, dass Karadzic von den offiziellen Organen der internationalen Staatengemeinschaft für unauffindbar erklärt wurde. Sie machten sich auf eigene Faust auf die Suche nach ihm und mussten feststellen, dass ihnen von allen Seiten Steine in den Weg gelegt wurden - nach eigenen Angaben auch von der UN, der CIA und der NATO.
Hunting Party überrascht durch permanente Stimmungswechsel zwischen Komödie, Drama, Satire und Actionfilm. Was ein starkes Ausdrucksmittel sein kann, wirkt hier jedoch willkürlich; Regisseur Richard Shepard wirkt unentschlossen, was er eigentlich präsentieren möchte. Inhaltlich überwiegt das Engament für Nachkriegsgerechtigkeit, diese wird jedoch auch konterkariert durch den Zynismus des Reportertrupps. Ein wenig stromlinienförmiger Film, dadurch interessant und durchaus ansehbar!
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