Dark Angel: Season 1 Collection
James Cameron ist als Schreiber, Produzent und Regisseur auf vielen Gebieten und in vielen Genres versiert. Er brachte uns Arnie als Terminator, ließ Leonardo di Caprio nach dem Untergang der Titanic im eisigen Wasser ertrinken, schickte Jamie Lee Curtis zu den Aliens und Rambo Stallone zurück nach Vietnam. Cameron ist in der Tat versiert und sich selbst nicht zu schade, um eine SF-Serie für das Fernsehen zu kreieren: Dark Angel. Die von Cameron beschworene Zukunft sieht düster aus: Nachdem eine Atombombenexplosion das digital erfasste Wissen der Menschheit nahezu vollständig zerstört hat, sind die Vereinigten Staaten nur noch ein Entwicklungsland, in dem Gesetz und Ordnung keine große Rolle mehr spielen. In einem geheimen Regierungsprogramm werden genetisch manipulierte Kinder zu besonders fähigen Soldaten herangezüchtet, von denen ein Dutzend bei einem Ausbruch fliehen können. Zehn Jahre später hat sich eines der zwölf Kinder, die 18-jährige Max Guevara, zu einer bildhübschen und sehr gefährlichen jungen Frau entwickelt. Mithilfe des Enthüllungsjournalisten Logan Cale sucht Max nach ihren Wurzeln und ihren Geschwistern und unterstützt Cale bei seinem Kampf gegen politische Korruption und Kriminalität. Dark Angel ist eine der ersten SF-Serien des 21. Jahrhunderts und startet mit einer postapokalyptischen Version der Zukunft, die sich stark von den optimistischen Prophezeiungen eines Star-Trek-Universums abhebt. Dass der Gute nicht unbedingt durch das System unterstützt wird, sondern sich im wahrsten Sinne des Wortes "durchschlagen" muss, ist natürlich nicht neu. Auch die Variante "Schöpfung richtet sich gegen ihre bösen Schöpfer und macht sich auf die Suche nach ihren Wurzeln" bot die SF-Landschaft bereits allein im letzten Jahrzehnt einige Male. Aber selten war eine Hauptdarstellerin so sexy wie Jessica Alba, und selten harmonierten zwei Hauptdarsteller so gut zusammen wie Alba und ihr Kostar Michael Weatherly. Hinzu kommen hervorragende und actionreiche Drehbücher, die eindrucksvoll unterstreichen, dass James Cameron es hervorragend versteht, in wenigen Folgen -- in diesem Fall 20 an der Zahl -- detailreiche Franchises entstehen zu lassen. Die Produzenten James Cameron und Charles Eglee haben mit Dark Angel das Fernsehen zwar nicht neu erfunden, aber dem Fernsehpublikum eine hervorragende SF-Serie mit einer bezaubernden Hauptdarstellerin und einem hohen Maß an Spannung und Unterhaltung beschert. Und das ist mehr als viele andere Serien zu bieten haben. --Mike Hillenbrand





